Bemerkenswert

Endstation Ignoranz

Ich hatte gestern und heute bereits über die zwei nach wie vor ungelösten Konflikte geschrieben, die entstanden sind: Mit Pegida München und mit Compact.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal zurückblicken und darlegen, warum ich diesen Blog hier eigentlich aufgezogen habe – was ich auch schon in meinem allerersten Post, Ground Zero, angerissen hatte: Ich möchte meine politisch-ethisch-philosophischen Ideen mit anderen teilen, möchte mit ihnen darüber diskutieren, sie so verfeinern, dass sie tatsächlich umsetzbar wären. Und natürlich möchte ich durch dieses Erreichen anderer Menschen meine Ideen auch weiterverbreiten, sollten sie meine Leser für gut befinden. In der letzten Stufe würden diese Ideen dann womöglich auch irgendwann tatsächlich umgesetzt, wenn eine ausreichend große Menge Menschen sie gefunden hat bzw. kennt und selbst davon überzeugt dahintersteht.

Die Weiterverbreitung, die Diskussion mit anderen darüber, ist „missionskritisch“. Wenn niemand mich findet, niemand sich mit meinen Ideen auseinandersetzt, warum sollte ich sie dann überhaupt schriftlich ausführen? Es dient keinem Zweck mehr.

Nun wurde ich also von Pegida München geblockt und so effektiv auf ihrer Seite mundtot gemacht. Klar, ich könnte natürlich zig neue Facebook-Seiten erstellen und mittels diesen temporär die Blockade meiner Human Resource-Seite umgehen, doch was brächte das? Meine Beiträge würden so oder so zeitnah wieder verschwinden.

Und auch Compact hat mir mit dem Verhalten ihrer Mitarbeiter (offenbar mehr als nur einem einzigen) gründlich das Kommentieren auf ihrer Webseite verdorben. Denn beleidigen lasse ich mich nicht, wenn ich nicht mal eine Möglichkeit habe mich wirksam zu wehren und die entsprechenden Leute absolut uneinsichtig sind.

Alles in allem wollen also wohl selbst die Organisationen und Gruppierungen, mit denen ich eigentlich auf der selben Seite stehen sollte, mich und meine Ideen nicht, grenzen mich aus. Oder zumindest einige geistig unreife Personen innerhalb dieser, die aber an ihren Positionen offenbar felsenfest sitzen.

Daher habe ich mich dazu entschlossen, meinen Blog vorerst auf Eis zu legen. Ich werde ihn nicht löschen. Aber vorerst nicht mehr bloggen oder kommentieren.

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Eine Geschichte zum Schluss

»Da stehen sie«, sprach er zu seinem Herzen, »da lachen sie: sie verstehen mich nicht, ich bin nicht der Mund für diese Ohren.

Muß man ihnen erst die Ohren zerschlagen, daß sie lernen, mit den Augen zu hören? Muß man rasseln gleich Pauken und Bußpredigern? Oder glauben sie nur dem Stammelnden?

Sie haben Etwas, worauf sie stolz sind. Wie nennen sie es doch, was sie stolz macht? Bildung nennen sie’s, es zeichnet sie aus vor den Ziegenhirten.

Drum hören sie ungern von sich das Wort »Verachtung«. So will ich denn zu ihrem Stolze reden.

So will ich ihnen vom Verächtlichsten sprechen: das aber ist der letzte Mensch.«

Und also sprach Zarathustra zum Volke:

Es ist an der Zeit, daß der Mensch sich sein Ziel stecke. Es ist an der Zeit, daß der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung pflanze.

Noch ist sein Boden dazu reich genug. Aber dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.

Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch nicht mehr den Pfeil seiner Sehnsucht über den Menschen hinaus wirft, und die Sehne seines Bogens verlernt hat, zu schwirren!

Ich sage euch: man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.

Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.

Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.

»Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern?« – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.

Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

»Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln.

Sie haben die Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme. Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.

Krankwerden und Mißtrauen-Haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Tor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!

Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt, daß die Unterhaltung nicht angreife.

Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.

Kein Hirt und Eine Herde! Jeder will das gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig ins Irrenhaus.

»Ehemals war alle Welt irre« sagen die Feinsten und blinzeln.

Man ist klug und weiß Alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald – sonst verdirbt es den Magen.

Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.

»Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln. –

Und hier endete die erste Rede Zarathustras, welche man auch »die Vorrede« heißt: denn an dieser Stelle unterbrach ihn das Geschrei und die Lust der Menge. »Gib uns diesen letzten Menschen, oh Zarathustra«, – so riefen sie – »mache uns zu diesen letzten Menschen!« Und alles Volk jubelte und schnalzte mit der Zunge, Zarathustra aber wurde traurig und sagte zu seinem Herzen:

»Sie verstehen mich nicht: ich bin nicht der Mund für diese Ohren.

Zu lange wohl lebte ich im Gebirge, zu viel horchte ich auf Bäche und Bäume: nun rede ich ihnen gleich den Ziegenhirten.

Unbewegt ist meine Seele und hell wie das Gebirge am Vormittag. Aber sie meinen, ich sei kalt und ein Spötter in furchtbaren Späßen.

Und nun blicken sie mich an und lachen: und indem sie lachen, hassen sie mich noch. Es ist Eis in ihrem Lachen.«

(Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. 1883-1885, Vorrede, Teil 5)

Der Fall Compact (2)

Nachdem ich gestern über den ersten der beiden Konflikte geschrieben habe, kommt hier nun der zweite.

Begonnen hat dieser ungefähr zur selben Zeit wie die Sache mit Pegida. Ich hatte den Kommentar eines anderen unter einem Artikel auf Compact online kommentiert und dabei die Informationspolitik von Compact sachlich kritisiert, woraufhin ich von einem als „Moderator“ fungierenden unbekannten Compact-Mitarbeiter äußerst unverschämt angefahren worden bin. Dem war, wie sich auch aus diesem Screenshot des Kommentarverlaufs ersichtlich ist, eine Anfrage von mir an Compact per Mail vorangegangen:

Man beachte: mein letzter Kommentar war nie öffentlich sichtbar; ich hatte auch nicht erwartet dass er freigeschaltet wird. Ich wollte lediglich auf diesem Weg nochmals den fraglichen Compact-Mitarbeiter erreichen.
Man beachte: mein letzter Kommentar war nie öffentlich sichtbar; ich hatte auch nicht erwartet dass er freigeschaltet wird. Ich wollte lediglich auf diesem Weg nochmals den fraglichen Compact-Mitarbeiter erreichen, auf dass dieser seinen Fehler einsieht und mir nicht-öffentlich per Mail eine Entschuldigung oder etwas in der Art schickt.

Dieser letzte Kommentar wurde also selbstverständlich nicht freigeschaltet; stattdessen bleibt nun die unverschämte Antwort dieses Mitarbeiters als „letztes Wort“ stehen.

Da allerdings nichts zurückkam, hatte ich mir überlegt, mich an die Redaktion selbst zu wenden – in der Hoffnung, dass die Mail einen anderen Mitarbeiter erreicht, einer der noch klar im Kopf ist. Schreibe ich also am Abend des Tages noch diese Mail via Webseiten-Kontaktformular an die Redaktion:

In der Hoffnung, dass ich auf diesem Wege noch an einen intelligenten Menschen gerate, kontaktiere ich euch hier…

Unter den Leuten, die bei euch die Webseitenkommentare freischalten und ggf. ebenfalls kommentieren, ist eindeutig jemand, der für diesen Job definitiv ungeeignet ist. Aus vielen Zensurversuchen bei Webseiten mit veröffentlichtem Nutzerinput in der Vergangenheit habe ich dazugelernt und fertige wirklich sofort Screenshots etc. an, damit man nachher nicht so tun kann als wäre nie was gewesen. In diesem Rahmen ist der Screenshot dieses Kommentarverlaufs entstanden:

[Link zu Screenshot des Kommentarverlaufs]
(Artikel: http://www.compact-online.de/orlando-oder-die-lebensluegen-der-homosexuellen/)

Man bemerke, der letzte Kommentar von mir befindet sich auf dem Screenshot noch „in Moderation“; inzwischen ist er einfach ganz verschwunden, wurde also nicht freigeschaltet. Hätte das natürlich auch nicht erwartet – aber stattdessen zumindest privat per Mail eine Entschuldigung, die ich nach wie vor vermisse. Dafür steht die Beleidigung von diesem ungeeigneten Mitarbeiter von euch noch immer auf der Webseite, hält also „das letzte Wort“. Übrigens ein tolles Beispiel, mit dem Compact da gegen Zensur vorgeht. Wahrlich, ich bin begeistert.

Bei mir ist jetzt nicht so viel für euch „kaputt gegangen“, selbst wenn ihr mich endgültig vergrault – ich bin zwar Blogger, aber eher ein „kleines Licht“. Aber leistet euch so eine Scheisse bei einem, der eine größere Reichweite hat, und ihr werdet staunen wie schmerzhaft so ein Gebaren finanziell sein kann wenn der die Geschichte an seine Leser weiterträgt.

Ich schreibe euch nur deswegen nochmal eine Mail, weil ich euch noch eine letzte Chance geben will (in der Hoffnung, dass die Mail nicht wieder bei dem selben Typen landet, der eben heute auch die Kommentare moderiert hat).

Reaktion: Null, nada, нет, nichts. Bis heute nicht. Einen allerletzten Versuch hatte ich noch am 2. Juli gestartet, indem ich direkt an Jürgen Elsässer, den Chefredakteur, noch eine Mail geschrieben habe:

Hallo Jürgen,

ich hatte gehofft dich nicht direkt kontaktieren zu müssen, doch der Verantwortliche ignoriert meine Mails offenbar vollständig und auch eine Mail an „die Redaktion“ blieb ohne Reaktion oder Antwort.

Am Abend des 23. Juni habe ich diese Nachricht an die Redaktion geschickt:

[…]

Offenbar hat eben genau dieses schwarze Schaf auch die Mail an die Redaktion „abgefangen“, daher wende ich mich nun sozusagen in letzter Instanz an dich.

Grüße
Human Resource

…wo ich ebenfalls bis heute auf eine Antwort oder Reaktion in irgendeiner Form warte.

Gut, klar, sicher haben die Redakteure und insbesondere Elsässer extrem viel um die Ohren. Aber man sollte doch schon erwarten, dass man es irgendwie auf die Reihe bekommt bei so etwas (etwas „brisanterem“) innerhalb von jetzt etwa 3 Wochen zu antworten, zumindest eine kurze Zwischenmeldung zu geben.

Und bevor einer fragt – mein Ziel ist es nicht, diesen Mitarbeiter abzusägen. Der kann sicherlich irgendwas im journalistischen Bereich ziemlich gut, sonst würde er nicht bei Compact arbeiten.

Was ich will ist eine (private) Entschuldigung, und dass dieser Mitarbeiter nicht mehr bei der Moderation/Beantwortung von Online-Kommentaren eingesetzt wird, denn für diesen Bereich ist er definitiv offensichtlich ungeeignet.

Der Fall Pegida München (1)

Ich habe nun schon eine ganze Weile nichts mehr gepostet oder kommentiert. Das geschah aus dem Grund, dass ich Konflikte mit zwei Parteien hatte und habe, die ich zuvor erst lösen/klären wollte, und entsprechend habe ich ihnen auch viel Zeit eingeräumt um mir auf meine Nachrichten zu antworten.

Da diese Sache aber festgefahren, mit den üblichen Mitteln nichts mehr erreichbar zu sein scheint, habe ich mich zu einer Sache entschlossen, die ich im Interesse des Zusammenhalts („gemeinsam sind wir stark“ vs. divide et impera) eigentlich gerne vermieden hätte.

Dies hier ist der erste Konflikt. Einen Beitrag zum anderen werde ich demnächst ebenfalls noch schreiben.

Also: Nach der Erstellung meiner Facebook-Seite vor rund 3 Wochen, am 19. Juni, habe ich natürlich gleich angefangen sie auch für das zu nutzen, wofür ich sie erstellt habe: Unter Pesudonym zu kommentieren. Hauptsächlich natürlich bei Pegida München, denn anders als bei Compact läuft bei denen die Berichterstattung und Diskussion eben hauptsächlich eher auf Facebook.

Dabei habe ich mehrere Kommentare und Antworten auf andere Kommentare unter hauptsächlich diesen zwei Posts abgegeben:

Pegida München e.V. auf Facebook: Verurteilung eines Hundeschlachtfests in China
https://www.facebook.com/pegida.muenchen.ev/posts/1029387707138881
https://www.facebook.com/pegida.muenchen.ev/posts/1029953883748930
https://www.facebook.com/pegida.muenchen.ev/posts/1029953883748930

Screenshots meiner eigenen Kommentare habe ich leider nicht – da ich nicht erwartet hätte, dass dort Beiträge von einem, der eigentlich auf der selben Seite steht, gelöscht und geblockt werden. Insbesondere da man ja auf den Demos immer wieder das Mikro selbst den Störern/Gegendemonstranten anbietet (was diese aber ausschlagen)…

Allerdings war es sehr auffällig, dass dort nur meine Kommentare entfernt worden sind und ich (d.h. meine „Human Resource“-Seite) auf ihrer Facebook-Seite komplett geblockt wurde, während Kommentare von anderen, die beinahe genau die selbe inhaltliche Aussage haben (!), stehen gelassen wurden. Davon habe ich ein paar Beispiele.

Hier einige zu dem Post mit dem Aufruf zur Störung einer Demo mit Vuvuzelas, Trillerpfeifen und ähnlichem:

pegidaev-facebook-post1-kommentar1 pegidaev-facebook-post1-kommentar2 pegidaev-facebook-post1-kommentar3Und hier noch welche zu dem Hundeschlachtfest in China:

pegidaev-facebook-post2-kommentar1 pegidaev-facebook-post2-kommentar2Entsprechend angepisst habe ich den Leuten von Pegida München also noch am Abend dieses Tags eine Mail geschrieben:

Also Leute, ich finde das echt Scheisse dass hier plötzlich meine Kommentare verschwinden… aber so ganz zusammenpassen tut das für mich nicht, wenn ihr gleichzeitig offensichtliche Trollkommentare stehen lasst. Wo zieht ihr da die Linie? Warum nur meine?

Falls ihr meint ich gehöre zu „Bayern ist frei“ bzw. ehemals Pegida Bayern und würde nun bei euch versuchen, Stunk zu machen: Ich bin mehrfach bei Pegida München-Demos dabeigewesen und habe den Blog von Pegida Bayern/“Bayern ist frei“ gern gelesen. Ich „gehöre“ zu niemandem, und ich habe auch keine Ahnung was da vor einiger Zeit abging zwischen euch und denen, ich kann nur Mutmaßungen anstellen. Deswegen habe ich zu der Aktion an sich (noch) keine Meinung. Ich nehme es nur traurig zur Kenntnis, dass die oft doch recht tiefgreifenden, durchdachten Beiträge von diesen Leuten keinen „offiziellen“ Anstrich mehr haben, auch wenn sie es bei ihrer Kritik an den Pegida München-Demos etwas übertrieben haben.

Bitte antwortet mir, ich möchte es zumindest verstehen.

Woraufhin ich sogar nach gerade mal 40 Minuten, noch in der Nacht, eine Antwort erhalten habe:

Hallo,

danke, dass du dich gleich so offen beschwert hast.

Tatsächlich bist du im Raster vom ehemaligen Pegida Bayern hängen geblieben.

Pegida München ist ein Verein, der nur deshalb so gut funktioniert, weil intern zwar manchmal heiß und kontrovers diskutiert wird, aber nachdem eine demokratische Entscheidung gefällt wurde, alle im Team diese Entscheidung mittragen, auch wenn sie ursprünglich gegen die Entscheidung waren.

Leider gab es auch Personen, die sich nicht daran gehalten haben und angefangen haben ihr eigenes Süppchen zu kochen und den Blog Pegidabayern.com angemeldet haben. Hierzu ist zu sagen, dass die Seite ohne Zustimmung von irgend einem Pegida Gremium angemeldet wurde und auch kein Impressum hatte. Nun ist daraus Bayernistfrei.com geworden, ebenfalls ohne Impressum. Was uns an pegidabayern.com besonders gestört hat, war, dass auf dieser Seite Werbeanzeigen enthalten sind und der Betreiber Werbeeinnahmen erhalten hat, ohne dass Pegida München  auch nur 1Cent davon abbekommen hat.

Dein Blog hat auch kein Impressum und das hat uns stutzig gemacht

Dies als erste kurze Antwort und uns tut es leid wenn wir den Falschen getroffen haben.

Ob einer unserer Admins heute noch dazu kommt, die Blockade aufzuheben, können wir Dir leider nicht versprechen.

Viele Grüße

Auf diese „Zwischenmeldung“ habe ich ihnen nochmal eine längere Mail zurückgeschrieben:

Servus,

danke für die schnelle Antwort – „heute“ hatte ich ehrlich gesagt gar nichts mehr erwartet.

Wie ich bereits vermutet habe, habt ihr mich wohl (vorschnell) für einen von Pegida Bayern beauftragten „Quertreiber“ gehalten (wohl wegen Stefan Werners Kommentar auf meiner Facebook-Seite?), was ich euch angesichts eurer Lage und eurer schnellen Reaktion auf meine Rückmeldung jetzt auch nicht mehr krumm nehme. Die schnelle Reaktion mit einem ersten Statement rechne ich euch hoch an; ich dachte und denke mir, falls ihr wirklich ignorant wärt bzw. euch eure „Meinung“ über mich bereits abschließend gebildet hättet, würdet ihr einfach gar nicht erst auf meine Rückmeldung ob der Blockade reagieren.

Zu eurer Begründung hinsichtlich der demokratisch gefällten Entscheidungen folgendes Statement von mir:

Ich kann euren Standpunkt und eure Motivation dahinter durchaus verstehen. Ideologisch stehe ich mit Elsässer von Compact auf einer Linie: nur vereint sind wir stark – Streitereien untereinander sind nach Möglichkeit zu schlichten oder zu vermeiden. Insofern erkenne ich auch das negative/destruktive Potenzial von „Quertreibern“, selbst dann wenn sie es selbst nicht erkennen (wovon ich jetzt mal, ohne jegliche „gesicherten“ Informationen, vorerst auch bei den Leuten von „Bayern ist frei“ ausgehe).

Wäre ich allerdings an der Stelle der opponierenden Person(en), und würde die gefällte Entscheidung extrem gegen meine persönlichen Überzeugungen zuwiderlaufen, würde ich statt die Entscheidung mitzutragen wohl wahrscheinlich ebenfalls austreten. Wobei ich aber dann tunlichst vermeiden würde, dass es Verwechslungen zwischen der neu entstandenen und der bereits bestehenden Instanz geben kann (z.B. hinsichtlich der Namensgebung), und ich auch nicht versuche aktiv/aggressiv in deren „Jagdgründen“ zu fischen (mein Gedanke: wer meine Überzeugung teilt, findet mich von allein oder durch Mundpropaganda von Gleichgesinnten).

Dass ich kein Impressum habe hat ganz einfach den Grund, dass ich noch recht jung bin und meine Existenz noch nicht gesichert ist. Ich habe noch mein ganzes Leben vor mir, und entsprechend hart würde mich wohl Rufmord treffen, wenn mein echter Name unter den heutigen Verhältnissen bekannt werden würde.

Machen wir uns nichts vor: es gibt zwei Möglichkeiten, wie die momentane Situation in diesem Land enden wird. Entweder das Volk siegt, oder aber es wird von den externen Machthabern niedergeschlagen und erleidet in Folge früher oder später den endgültigen Genozid. Falls es tatsächlich letzteres wird, möchte ich gerne selbst entscheiden, wie und wann ich meinem Leben ein Ende setze oder auswandere etc., anstatt bereits namentlich bekannt zu sein, gehetzt zu werden und so bis zu meinem tatsächlichen Ende immer „auf der Flucht“ zu sein.

Und schließlich habe ich auch den Vorteil, keine in irgendeiner Weise „offizielle“ Instanz in Deutschland zu sein wie z.B. ein „Verein“ wie ihr es seid, ich habe auch keine geschäftlichen Absichten sondern trete als Privatperson auf, dementsprechend brauche ich meines Wissens nicht mal gesetzlich vorgeschrieben ein Impressum.

Die Sache mit den Werbeanzeigen (die nicht nur bei „Bayern ist frei“, sondern auch auf meinem Blog eingeblendet werden) kann ich euch erklären. Ich habe meinen Blog bei WordPress.com gehostet, und „Bayern ist frei“ tut das m.W. ebenfalls. Dieser Diensteanbieter stellt seine Leistungen zwar durchaus auch kostenlos bereit, aber eben nur zu deren Spielregeln: eben der Einblendung von Werbung, wobei der Betreiber die Einnahmen einstreicht im Gegenzug für das kostenlose Hosting. Von den Erlösen dieser Werbung sehen die jeweiligen Blogger meines Wissens nichts. WordPress.com bietet zwar alle möglichen kostenpflichtigen Zusatzdienste und Abonnements, etwa die Nutzung einer eigenen Top Level Domain (was „Bayern ist frei“ mit pegidabayern.com und bayernistfrei.com wahrgenommen hat). Aber die Inanspruchnahme solcher Leistungen impliziert (meines Wissens) nicht eine Freischaltung von erzwungener Werbung (was sie zwar auch anbieten, sich aber monatlich vergüten lassen) oder die Option, weiterhin Werbung zu schalten und die Erlöse selbst abzugreifen. Insofern muss ich damit euer Argument wegen der nicht geteilten Erlöse der Werbeanzeigen entkräften: Das hatte ziemlich sicher nichts mit Geiz o.Ä. zu tun, sondern es dürften ganz einfach auch gar nicht erst irgendwelche Erlöse bei den Betreibern von Pegida Bayern / „Bayern ist frei“ angekommen sein. (Im Gegenzug zahlen sie eben keine regelmäßige Gebühr nur für das Hosting ihres Blogs, und die öffentliche Whois-Abfrage liefert keine persönlichen Daten, anders als bei euch; laut Whois-Abfrage ist eure Seite wohl im Namen von Birgit Weissmann bei Schlund & Partner kostenpflichtig gehostet, siehe https://who.is/whois/pegida-muenchen.org)

Ich würde euch vorerst mal einfach drum bitten, euch auf meinem Blog insbesondere den Post „Ground Zero“ (https://humanresourcede.wordpress.com/2016/04/27/ground-zero/) sowie mein FAQ (https://humanresourcede.wordpress.com/faq) durchzulesen (Rest natürlich auch gerne ;) ). Damit solltet ihr einen recht umfangreichen Eindruck zu meinen persönlichen Einstellungen bekommen, und die dürften sich auch nicht all zu schnell und all zu gravierend ändern. Falls ihr denen im großen und ganzen zustimmen könntet/würdet, sollten wir prinzipiell eigentlich „auf der selben Seite“ stehen. Was sich allerdings trotzdem nicht ändern wird: Ich bin kritisch, auch gegenüber Dingen aus den vermeintlich „eigenen Reihen“ – daher auch mein opponierender Kommentar gegen den Stör-Aufruf zur Demo am Sonntag, neben anderen – wenn ich auch nicht ganz so „duckmäuserisch“ gegenüber gewissen Dingen bin wie die Blogger von „Bayern ist frei“ es bei ihren Kritiken zu den Pegida-Demos waren. Auf der Basis ließen sich aber m.E. zumindest klare Verhältnisse und ein offener Austausch in irgendeiner Form zwischen uns schaffen.

Tja, seitdem kommt nichts mehr zurück, und auch auf Facebook bin ich auf ihrer Seite nach wie vor gesperrt; alle meine Kommentare sind verschwunden.

Einen letzten Versuch hatte ich am 2. Juli gestartet, indem ich ihnen nochmal eine Mail geschrieben habe:

Zuerst dachte ich mir, ihr habt vielleicht gerade wegen dem Gerichtsverfahren alle Hände voll zu tun, aber inzwischen ist genug Zeit vergangen, dass ich daran nicht mehr wirklich glaube. Schließlich kam nicht mal eine kurze Zwischenmeldung, und ich bin auf Facebook nach wie vor gesperrt.

Ich finde es wirklich schade, dass ihr euch derart abschottet. Wenn ihr bereits so „paranoid“ gegenüber „Fremden“ seid, die lediglich unter ihrer eigenen Flagge (!) kommentieren wollen, wie wollt ihr dann erst neue Leute für euer Team finden?

Und vorallem: Wie wollt ihr überhaupt einen richtigen Eindruck der Leute bekommen, wenn ihr sie schon nach den ersten paar Kommentaren sperrt? War ja offensichtlich nicht so, dass euch die Inhalte meiner Kommentare nicht gepasst hätten – schließlich sind inhaltlich gleiche Kommentare von anderen ja stehen geblieben. Lasst den Leuten doch die Möglichkeit, sich durch Worte und Taten zu „beweisen“.

Was ehemals Pegida Bayern / jetzt Bayern ist frei angeht – anhand eurer letzten Mail an mich zu dem Thema habe ich echt das starke Gefühl, dass es da zu einigen Missverständnissen zwischen euch und denen gekommen ist und diese „Spaltung“ hätte vermieden werden können. Die Leute von Bayern ist frei habe ich zu diesem Thema noch nicht kontaktiert und werde es auch nicht, falls ihr nicht wollt – falls aber doch, würde ich euch anbieten zu versuchen als „Vermittler“ tätig zu werden. Aber wie gesagt, nur falls ihr wollt.

Grüße
Human Resource

Aber auch auf diese Mail kam nichts mehr zurück. Ich werde ignoriert.

Gut, ich kann’s ihnen nicht verübeln, dass sie mir eher misstrauisch gegenüberstehen: Schließlich bin ich jung, im „Studentenalter“ – wie eben auch die von Bunt instrumentalisierten Antifas et cetera. Der Verdacht, dass ich ein „undercover“ arbeitender Bunter bin, der den Verein infiltrieren oder auf irgendeine andere Weise schaden will, liegt da natürlich nahe, das ist mir selbst allerdings auch erst später aufgegangen. Leider gibt es von meiner Sorte (jung, aber nicht derart dumm) nicht viele – dementsprechend sieht/sah man auf den Demos hauptsächlich Ältere – und aus meiner Haut kann ich nunmal auch nicht raus. Aber ich will ja gar nicht bei ihnen „mitmachen“, sondern lediglich ein externer Beobachter und Kommentator sein – der zu keiner Gruppierung Verbindungen hat.

Inzwischen ist das Gerichtsverfahren mit der Stadt München abgeschlossen, und obwohl viele der Einschränkungen des Beschlusses weiterhin bestehen, feiert Pegida München die Entscheidung als „Sieg für die Demokratie“. Die nächste Montagsdemo ist bereits angekündigt worden.

Nur werde ich höchstwahrscheinlich nicht mehr dabei sein.

Ich bin zwar der Ansicht, dass es wichtig ist in diesen Zeiten Präsenz zu zeigen. Doch wenn der einzige Veranstalter hier selbst seine vorgeblichen Ideale verrät und Leute „still und heimlich“ mundtot macht, die noch dazu nicht einmal gegen ihn sind, sondern lediglich konstruktiv-kritisch dabei helfen wollen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – da kann ich mich nicht guten Gewissens dazustellen.

Ich weiß nicht, wer von den Leuten von Pegida München für das verantwortlich ist, und es ist mir letzten Endes auch egal. Nur wäre es mir wichtig, dass diese Person(en) begreifen, was sie damit anrichten…

Wie einer der Antifa/Bunt-Trolle, die für gewöhnlich auf der FB-Seite von Pegida München unermüdlich Gegenpropaganda betreiben, in einem einmal selten gut treffenden Kommentar unter Pegidas Ankündigung des abgeschlossenen Gerichtsverfahrens feststellte (der interessanterweise inzwischen gelöscht wurde, anders als dessen andere, niveau- und substanzlosere Kommentare): „Macht ja nichts, inzwischen hat der Meyer eh alle vergrault.“ Keine wortwörtliche Wiedergabe, aber das war die Aussage.

Offenbar werden nur die offensichtlich dümmlichen Anti-Kommentare stehen gelassen. Sobald etwas substanziellere Kritik kommt entstehen auf wundersame Weise schwarze Löcher. Gedankenlöcher.

Meine Hoffnung ist nun, dass entweder a) der/die dafür Verantwortlichen begreifen, wie schädlich dieses Vorgehen für die gesamte Idee und Bewegung ist, ihr Vorgehen entsprechend verbessern und dabei mich (und evtl. andere) entsperren oder b) dass das momentane Pegida München an Teilnehmerflucht zugrunde geht und in Folge wieder neu aufgebaut wird von Menschen, die es eben begriffen haben und (zumindest!) diese Fehler nicht machen.

Populismus ist, wenn man auf das Volk hört, das Volk sprechen und entscheiden lässt. Der Begriff wird von der Lügenpresse als etwas „nazihaftes“ durch den Dreck gezogen, aber eigentlich ist genau das ein Musterbeispiel für gelebte Demokratie in einem nicht-direktdemokratischen System. Tja, wenn denn nun Pegida München das auch noch umsetzen würde… denn so wie ich es sehe, fungiert die Leitung als eine Art uneinsehbare Blackbox und Filter für Infos/Gedanken/etc. mit denen sie von Sympathisanten gefüttert werden und die sie dann (eben gefiltert) in ihren Demos an die Teilnehmer weitergeben. Essentiell Zensur und Meinungssteuerung.

Ich frage mich nur, was sie dabei befürchten – warum sie überhaupt blocken, sperren, filtern. Denn wenn sie wirklich für das kämpfen, was sie sich auf die Fahne geschrieben haben, sollte freie Rede für jeden der möchte für sie nicht im Geringsten irgendeine Gefahr darstellen – selbst wenn man sie darin kritisiert. Denn es wäre dann nur weise und von Reife zeugend, wenn man sich mit dieser Kritik auseinandersetzt und die eigene Position zu den angesprochenen Themen überdenkt (oder auch die Kritik sauber begründet zurückweist). Für jede Form von konstruktiver Kritik dankbar sein, denn jedes bisschen davon hilft dabei, sich weiterzuentwickeln. Wenn das publikumswirksam passiert, dürfte das auch äußerst positiv aufgenommen werden.

Ist Pegida, oder zumindest Pegida München, vielleicht gar nicht das was es zu sein scheint? Eine Bewegung, um der Stimme des Volks zu all der Scheisse, die momentan (absichtlich) schief läuft in diesem Land, eine Stimme zu verleihen und ihren Forderungen Nachdruck zu verschaffen?

Ist vielleicht auch Pegida bereits unterwandert und nun nur vielmehr eine weitere subtile Form der Kontrolle, des „Beschäftigt-Haltens“ desjenigen Teils der Bevölkerung, die auf die mediale Massenverdummung nicht mehr anspricht – indem man sie an eine Bewegung bindet, die künstlich klein gehalten wird und die sich entsprechend gerne in der Opferrolle gibt? In der nur Symptome und akute Probleme angeprangert werden, aber Ansprache oder gar Diskussion der zugrundeliegenden Probleme unterdrückt wird?

Das alles in der Hoffnung, die Leute können dort ihren Ärger, ihre Wut, in einer Form und in einem Rahmen so ausleben/abbauen, dass es den momentan gesteuert laufenden Vorgängen ja nicht gefährlich wird?

Ich weiß es nicht. Aber man macht sich natürlich so seine Gedanken.

Hoch den Daumen

Ich habe jetzt bei Facebook mal eine Seite für mich bzw. meinen Blog erstellt.

Das hat hauptsächlich den Hintergrund, dass ich unter meinem Pseudonym auch auf Facebook kommentieren können will. Auf der Seite plane ich vorerst nicht, irgendwas zu posten, weder Links auf meine Blogbeiträge noch eigenständige Dinge.

Aber auf diesem Weg kannst du als Leser mich natürlich „liken“, falls du das möchtest, oder mir schreiben.